Chinesische Kräutertherapie

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird die Akupunktur als die äussere und die Kräutertherapie als die innere Behandlung bezeichnet. Beide Therapien ergänzen sich, können aber ohne weiteres alleine angewandt werden.

Die drei Qualitäten von Kräuterheilmitteln

Die Wertung zeigt u.a. den Unterschied im Weltbild und dem Verständnis für Krankheit und Gesundheit zwischen China und der Westlichen Welt. Höchsten Stellenwert haben die Mittel, die nicht giftig sind, stärken und länger ohne Schaden eingenommen werden können. Bei uns sind es die Mittel, die am stärksten wirken (am giftigsten sind).

Die Heilmittel der TCM sind nach definierten Eigenschaften geordnet:

Aus den verschiedenen Kombinationen der Kräuterheilmittel ergeben sich verschiedene Wirkungsweisen.

Meridianzuordnung der Mittel

Jedes Mittel hat mindestens einen Meridian, zu dem es "hingezogen" wird.



Alle diese Mittel werden so kombiniert, dass eines oder mehrere der acht Therapieprinzipien daraus resultieren.

Acht Therapieprinzipien

Schwitzen - Erbrechen - Purgieren - Harmonisieren - Erwärmen - Klären - Tonisieren - Zerstreuen.

Stellenwert der Arzeimittel innerhalb der Rezeptur

Im Unterschied zu der Westlichen Medizin, in der die Medikamente nur aus einer Substanz bestehen, ist die chinesische Rezeptur sorgfältig aus verschiedenen Mitteln, dem Fall entsprechend, zusammengestellt. Das Rezept ergibt mehr als die Summe aller einzelnen Mittel. Diese komplexen Interaktionen machen die Rezeptur effektiv und ermöglichen eine individuelle Anpassung an den Patienten.

Anwendungsbereiche

Behandlungsdauer

Das Einhalten eines gewissen Zeitplanes bei der Akupunktur ist wichtig. Eine Besserung des Zustandes kann bei manchen Erkrankungen sofort nach der Behandlung festgestellt werden. Bei anderen Erkrankungen wiederum tritt eine Besserung erst nach einer gewissen Zeit, d.h. nach 8-10 Tagen oder eventuell erst nach einem Monat ein. Die Behandlung umfasst normalerweise 12-15 Sitzungen.