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| Die Traditionelle Chinesische Medizin basiert auf einer jahrtausendealten, differenzierten Lebens- und Gesundheitsauffassung, die sich von der westlichen Medizin grundlegend unterscheidet. In der chinesischen Medizin bedeutet "Gesundheit" die Fähigkeit eines Menschen, seine innere Harmonie aufrecht zu erhalten. Krank wird man dann, wenn die Kräfte, welche der Erhaltung dieses Gleichgewichts dienen, nicht mehr harmonieren. Die Theorie der inneren Harmonie wird in den Prinzipien des Yin und Yang ausgedrückt. Sobald eine dieser Kräfte - das Yin oder das Yang - überwiegt, entsteht ein inneres Ungleichgewicht. Zwischen Geist und Körper wird nicht unterschieden, denn beide sind untrennbar miteinander verbunden. So können selbst gefühlsmässige Störungen das gesamte Gleichgewicht stark beeinträchtigen. Harmonie und Gleichgewicht hängen auch vom gleichmässigen und ununterbrochenen Fluss des Qi - aus westlicher Sicht der Lebensenergie - ab, das alle geistigen und körperlichen Vorgänge umfasst. Es zirkuliert entlang von Leitungsbahnen - auch "Meridiane" genannt -, die einen kontinuierlichen Kreislauf bilden. Das Qi verbindet alle Körperteile untereinander mit den inneren Organen. Störungen der inneren Organe machen sich entlang eines oder mehrerer Meridiane bemerkbar. Durch genaues Lokalisieren der Symptome kann der Arzt die entsprechenden Bahnen feststellen und durch Stimulation oder Hemmung mittels Nadeln, Kräuter oder Massagen den Fluss des Qi positiv verändern. Die krankheitsverursachenden Ungleichgewichte werden dadurch behoben. Indikationen Die Traditionelle Chinesische Medizin versteht ihren therapeutischen Anwendungsbereich sehr umfassend. Sowohl akute als auch chronische Krankheiten bei Kindern und Erwachsenen werden mit Erfolg behandelt. Herz- und Kreislauferkrankungen: - Hypertonie (Bluthochdruck) - Hypotonie (zu niedriger Blutdruck) - Funktionelle Herzbeschwerden Atemwegserkrankungen: - Asthma - Bronchitis - Nasennebenhöhlenentzündungen - Schnupfen Erkrankungen des Bewegungsapparates: - Rücken- und Gelenkschmerzen - Weichteilrheumatismus - Entzündliche und degenerative rheumatische Erkrankungen Lähmungen nach Schlaganfall Tinnitus (Ohrensausen) Magen-Darmerkrankungen: - Magenschleimhautentzündungen - Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre - Dickdarmentzündungen - Reizdarm Nervenschmerzen: - Trigeminusneuralgie (Gesichtsschmerz) - Intercostalneuralgie (Schmerzen der Zwischenrippennerven) - Gürtelrose Stresserkrankungen: - Vegetative Störungen, Schlafstörungen, Schwindel - Reizbarkeit, Nervosität, Angstzustände - Erschöpfungsdepression Allergien - u.a. Heuschnupfen Kopfschmerzen: - Migräne - Kiefergelenksbeschwerden - Schmerzhafte Gesichtsnerven Gynäkologische Erkrankungen: - Schmerzhafte Menstruation - Zyklusunregelmässigkeiten - Unfruchtbarkeit - Menopausebeschwerden Hauterkrankungen: - u.a. Neurodermitis Chronische Schmerzen und Krankheiten: - u.a. Diabetes Diagnose und Behandlungsdauer Nach einem Gespräch und - sofern nötig - der üblichen medizinischen Grunduntersuchung durch einen erfahrenen Facharzt in Innerer und Allgemeiner Medizin mit Ausbildung in Akupunktur, wird nach chinesischer Methode diagnostiziert. Der Zustand des Patienten wird durch Beobachten, Fragen, den Geruch des Körpers, den Rhythmus des Pulses und durch die Farbe in den Augen analysiert. Dies gibt dem chinesischen Arzt alle Informationen über den gesundheitlichen Zustand eines Menschen, der aus acht Prinzipien besteht: Aussen und Innen, Leere und Fülle, Kälte und Hitze, Yin und Yang. Anschliessend werden die Ergebnisse beider Diagnosen studiert und der Therapieplan mit ganzheitlichem Charakter erstellt. Die Behandlung umfasst normalerweise 12 bis 15 Sitzungen. |
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